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Grundregeln für das Verhalten im Verkehr

Wasserspritzen Nordsee
Windsurfen Spot Strande
  • Jede:r Verkehrsteilnehmer:in hat sich so zu verhalten, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet und dass kein:e Andere:r geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, belästigt wird.
  • Wer infolge körperlicher oder geistiger Mängel oder des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel in der sicheren Führung eines Fahrzeuges behindert ist, darf ein Fahrzeug nicht führen. Dies gilt für das Fahren mit einem Kite- und Segelsurfbrett entsprechend.
  • Im Fahrwasser ist das Fahren mit einem Segelsurfbrett in der Regel verboten. Außerhalb des Fahrwassers ist das Fahren in der Regel erlaubt. Ausnahmen werden durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion bekannt gegeben.
  • Bei Nacht und verminderter Sicht darf nicht mit einem Segelsurfbrett gefahren werden.
SUP Kursin Schleswig-Holstein

Ausweichregeln für Surfer:INNEN und Kiter:INNEN an der deutschen Nord- und Ostseeküste

Auf den Küstengewässern der deutschen Ostseeküste haben Windsurfer:innen und Kitesurfer:innen grundsätzlich allen Fahrzeugen auszuweichen. Wellenreiter:innen, Windsurfer:innen und Kitesurfer:innen fallen gemeinsam in die Rubrik »Sportgeräte«, genauso wie z. B. Jetski. Hier gilt Muskelkraft vor Segelkraft vor Motorkraft. Der:Die Surfer:innen weicht dem:r Wellenreiter:innen aus und der Jetski dem:r Surfer:innen.

Wind von unterschiedlicher Seite

Derjenige:Diejenige, der:die sein Segel auf der Backbordseite des Boards fährt, hat Vorfahrt und muss den Kurs halten. Als Faustregel kann auch gelten, dass die rechte Hand als Masthand (beim Kiten die rechte Hand vorne an der Bar) Vorfahrt hat.

Wind von gleicher Seite

Luvwärtige Fahrzeuge weichen den leewärtigen Fahrzeugen aus, das heißt der:die Surfer:innen auf der windabgewandten Seite hat Vorfahrt – derjenige:diejenige, der:die sich höher am Wind befindet, weicht aus. Ergänzung zum Kitesurfen: Luv fliegt hoch, Lee fliegt tief. Fahren zwei Kites auf dem gleichen Kurs, dann fliegt derjenige:diejenige auf der Luvseite seinen Kite höher, der:die auf Leeseite tiefer. So wird verhindert, dass die Kites ineinander fliegen. 

Überholer hält sich frei

Wer einen anderen überholt, der:die hält ausreichend Sicherheitsabstand. Surfer:innen mindestens eine Mastlänge und Kiter:innen mindestens zwei Leinenlängen.

Kurshaltepflicht

Damit es bei den oben beschriebenen Situationen garantiert nicht zur Kollision kommt, muss aber nicht nur derjenige:diejenige ausweichen, der:die KEINE Vorfahrt hat, sondern derjenige:diejenige, der:die Vorfahrt hat, ist auch verpflichtet, seinen Kurs und Geschwindigkeit beizubehalten.